Ich sah in der Schule immer wieder dasselbe kleine Problem. Jemand brauchte Hilfe in einem Fach, suchte eine Lerngruppe oder konnte ein Thema gut erklären. Die Lösung hing meistens von Freunden, Klassenchats, Mundpropaganda oder Zufall ab.
Dieses System funktioniert manchmal. Es bedeutet aber auch, dass Schülerinnen und Schüler mit den besten Netzwerken zuerst Hilfe finden. Das Wissen ist vorhanden, doch es gibt keinen klaren Weg, es zu entdecken.
Die erste Idee lautete nicht „Baue ein Nachhilfe-Startup“, sondern: „Mache die richtige Person in einem bereits vertrauenswürdigen Umfeld leichter auffindbar.“
Die Grenze der Schule ist wichtig
Ein offener Marktplatz wäre leichter zu erklären gewesen. Dabei wäre jedoch der Teil verloren gegangen, der mir wichtig war: ein gemeinsamer schulischer Kontext. StudyConnect nutzt Schulbereiche, verifizierte Konten und Verwaltung, weil Vertrauen Teil des Produkts ist.
Diese Entscheidung schuf zusätzliche Arbeit. Anmeldung, Trennung der Schulen, Rollen, Datenschutz, Moderation, Kontowiederherstellung und Betriebsdokumentation wurden genauso wichtig wie das Brett für Beiträge.
Von einer Ansicht zu einem System
Aus der Suche nach Hilfe entstand der gesamte Ablauf: Nachhilfe suchen oder anbieten, eine Lerngruppe gründen, miteinander sprechen, daraus einen Kalendertermin erstellen, Benachrichtigungen erhalten und ein sinnvolles Profil innerhalb der Schule führen.
Ich dachte weniger darüber nach, ob jede Ansicht fertig aussah, und mehr darüber, was zwischen den Ansichten passierte. Was geschieht, wenn ein Konto deaktiviert werden muss, ein Chat einen Termin erzeugt oder ein Passwort vergessen wird? In diesen Übergängen lebt heute ein großer Teil des Projekts.
Aktueller Stand
Die Entwicklung begann 2025. Aktuell wird StudyConnect aktiv weitergebaut und für Tests im Rahmen eines schulischen Pilotversuchs 2026/27 vorbereitet.
StudyConnect begleitet mich länger als die meisten meiner frühen Projekte, weil die ursprüngliche Beobachtung weiterhin stimmt. Schulen enthalten bereits Menschen, die einander helfen können. Die Herausforderung besteht darin, diese Hilfe leichter auffindbar zu machen, ohne das Vertrauen ihres Umfelds zu verlieren.